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Vielfalt statt Industriegemüse…

… so titelt die Organisation Campact auf ihrer Website.

Hintergrund für die Kampagne von Campact ist das Vorhaben von EU-Kommissar für Verbraucherschutz Tonio Borg in einer zentralen europäischen Saatgutverordnung vorzuschreiben, dass nur noch Saagut gehandelt werden darf, das ein aufwändiges amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen hat und den engen Normen der Saatgut-Industrie entspricht.
Saatgut: Bunte Vielfalt statt genormter Einfalt!
Die geplante Verordnung gefährdet die Pflanzenvielfalt und bevormundet Landwirte und Initiativen, die sich um den Erhalt bedrohter Sorten und deren Fortentwicklung und Anpassung kümmern. Profitieren würden hingegen Konzerne – wie Monsanto, Sygenta und BASF – deren Hybridsamen schon heute den Markt beherrschen.

Nachdem die Kommision am 06.05.2013 ihren Entwurf verabschiedet hat, sollen sich die Abgeordneten des Europa-Parlaments und der Rat der Agrarminister damit beschäftigen.
Nicht nur unter Gärtnern, Landwirten und Umweltschützern wächst der Widerstand. Auch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie Österreichs Agrarminister haben Kritik geäußert. Selbst innerhalb der Kommission scheint man sich nicht einig zu sein: die Generaldirektionen für Umwelt und Agrarfragen haben Vorbehalte angemeldet. Diese Situation sollten wir  nutzen, um Änderungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und des freien Austausches von Saatgut in dem Entwurf durchzusetzen.

Unterzeichnet den Apell von Campact! Wir sind verantwortlich für das Handeln der Politik.

10 multinationale Unternehmen dominieren den Saatgutmarkt

Ihre Saatgutentwicklungen sind zwar ertragsstark, aber nicht vermehrungsfähig. So sind Gärtner und Landwirte darauf angewiesen für die nächste Saison neues Saatgut zu erwerben.
Dabei bieten diese Unternehmen nur wenige Sorten an, um ihren Aufwand so gering wie möglich zu halten und damit auch weniger Kosten zu haben.

Studien der Welternährungsorganisation haben ergeben das es bereits heute im Vergleich zum Jahr 1900 drei Viertel weniger Gemüse-, Obst- und Getreidesorten gibt.

Viele Landwirte, Gärtner und Aktive schließen sich deshalb in Saatgut-Initiativen und Tauschringen zusammen, um bedrohte Kulturpflanzen zu erhalten und wieder systematisch anzubauen.
Die geplante Saatgutverordnung droht diese Initiativen buchstäblich im Keime zu ersticken.

Regionale Kulturpflanzen erhalten!

Die neue Verordnung soll zwölf EU-Richtlinien und eine Vielzahl nationaler Gesetze ersetzen, die bisher den Umgang mit Saatgut geregelt haben. Nach den bisherigen Plänen sollen Landwirte und Bäuerinnen Samen und Setzlinge dann nur noch in den Verkehr bringen dürfen, wenn sie ein EU weit einheitliches, amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das ist aufwändig und teuer und lohnt sich für viele lokale Sorten kaum. Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Gewächse, die bereits nachweislich auf dem Markt sind – und das muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten keine Chance.

Zusammen mit der europaweiten Initiative „Save our Seeds“ wollen wir nun zunächst die EU-Kommissare und – falls erforderlich – später die Europa-Abgeordneten und Agrarminister/innen überzeugen, die bürokratischen Hürden für den Erhalt regionaler Kulturpflanzen zu streichen. Sie müssen den freien Austausch, Erhalt und Ausbau der Sortenvielfalt unterstützen und von der Verordnung ausnehmen. Die Chancen dafür stehen gut – wenn Sie uns dabei helfen.

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