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Sorgt die Große Dürre in Amerika für eine Nahrungsmittelkrise?

Die Angst vor einer Nahrungsmittelkrise wächst nicht nur in den USA. Die anhaltende Trockenheit in Amerika sorgt für eine Dürre wie wir es seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr gesehen haben. Und sie könnte noch bis in den Herbst andauern.
Schon jetzt erreichen die Preise einzelner Getreidesorten an den Märkten ein Allzeithoch.
Seen vertrocknen, und riesige Landstriche verwandeln sich in staubige, wüstenähnliche Gebiete.
Wie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Ackerböden bei starken Winden davon bedroht als gigantische Staubwolken davongetragen zu werden. Eine Katastrophe für die Farmer und die Nahrungsmittelversorgung. Die „Kornkammern der USA“ versorgen mit ihrem Export 50% des Weltmarktes mit Mais.

Große Teile der Ernten werden in Amerika für die industrielle Viehmast benötigt. Die Tiere benötigen auch in dieser Situation genau soviel Getreide wie ohne die Dürre. Sie stehen also direkt in Nahrungsmittel-Konkurenz mit uns wie die Hersteller von Biotreibstoffen.
Viele Farmer versuchen verzweifelt Ihre Tiere zu verkaufen um die Schäden zu begrenzen. Dies wird kurzfristig für sinkende Preise sorgen. Langfristig wird es aber steigende Fleischpreise zur Folge haben.
Auch auf der südlichen Erdhalbkugel sieht es nicht viel besser aus. Hohe Trockenheit sorgt auch hier für Ernteeinbußen.
Einzig die Händler der Börsen freuen sich. Mit ihren Wetten, und dem Handel, auf dem Getreidemarkt verschärfen sie die Situation für die Armen dieser Welt. In den Entwicklungsländern müssen die Menschen schon seit Jahren mehr als 2/3 ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben. Viele können sich ihr tägliches Getreide schon nicht mehr leisten. Der Kampf ums Überleben könnte auch jetzt wieder zu gewaltsamen Protesten führen, ähnlich wie in der Tortilla-Krise in Lateinamerika.

Hätten alternative Anbaumethoden, wie der pfluglosen Landbau, die schon jetzt bestehenden Schäden verhindern können? Erhöht der Wassermangel die Anfälligkeit der Pflanzen für Schädlinge?
Australische Farmer machen seit langem gute Erfahrungen mit dem pfluglosen Ackerbau.
Erntereste werden nicht mehr untergepflügt, sondern bleiben liegen und fördern die Lebendverbauung des Bodengefüges. Kleinstlebewesen und Würmer sorgen mit ihrer Tätigkeit für die Entstehung einer Humusschicht und einer besseren Infiltration mit Regenwasser. Dadurch wird auch die Fähigkeit des Bodens Wasser zu speichern extrem erhöht.
Deshalb versuchen diese Farmer ihre Land flächendeckend zu begrünen und errichten Hecken um eine Versandung von außen zu verhindern.
Dies setzt eine kleinere Einteilung der Flächen durch hohe Randbepflanzung voraus um den Wind zu bremsen.
Wir müssen im Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen Verantwortlicher umgehen. Damit erzähle ich nichts neues.
Die Ressourcen fressende industrielle Viehmast, welche noch zahlreiche andere Probleme aufwirft, benötigt immer mehr Futtermittel. Heutige Rinderzüchtungen kommen gar nicht mehr ohne Kraftfutter, welches hauptsächlich aus Getreide hergestellt wird, aus. Nur mit Gras oder Heu gingen die Tiere ein.
Selbst für Bio-Landwirtschaft gibt es keine Tiere welche mit der ursprünglichen, natürlichen Ernährungsweise zurecht kämen.
Wenn der Mensch nicht auf die Ernährung mit Fleisch verzichtet, bzw. den Fleischkonsum stark einschränkt, wird es zukünftig nicht genug Anbauflächen geben um die stetig wachsende Erdbevölkerung zu ernähren. Die Fleischindustrie fördert außerdem den Klimawandel mit den durch sie verursachten Emissionen.

Jeder Einzelne muss sich die Frage stellen: „Muss ich täglich Fleisch essen, oder kann ich vielleicht sogar ganz darauf verzichten?“

Ich habe mich entschieden. Ich bin Veganer

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Diese(s) Werk bzw. Inhalt von Herbert Förster
steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

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